Gemeinsam für die Kunst
An der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK) erhalten 99 Studierende das Deutschlandstipendium. Die Hochschule schöpft somit die 8-Prozent-Grenze der Deutschlandstipendien, die sie vergeben darf, komplett aus. Sie unterstützt damit überdurchschnittlich viele junge Talente aus Musik, Tanz, Theater und Pädagogik in ihrer künstlerischen Ausbildung.
An der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK) erhalten 99 Studierende das Deutschlandstipendium. Die Hochschule schöpft somit die 8-Prozent-Grenze der Deutschlandstipendien, die sie vergeben darf, komplett aus. Sie unterstützt damit überdurchschnittlich viele junge Talente aus Musik, Tanz, Theater und Pädagogik in ihrer künstlerischen Ausbildung.
Egal, ob Theater, Musik oder Tanz: Die Studierenden der HfMDK üben oft etwa acht bis zehn Stunden am Tag. „Das hohe Pensum an Proben führt dazu, dass viele gar keine Zeit haben, nebenher zu arbeiten und deshalb auf Unterstützung angewiesen sind“, sagt Bastian Kämmer. Er verantwortet den Bereich Stipendien und Studienförderung an der Hochschule. „Deswegen wollen wir ihnen die Mittel zur Verfügung stellen, damit sie ihr Studium auch in der angemessenen Qualität durchführen können.“ Das Fundraising der Hochschule und den 2007 gegründeten Förderverein, die Gesellschaft der Freunde und Förderer der HfMDK (GFF), betreuen Vanessa Seeberg und Dr. Laila Weigand.
Vielfältige Förderung, großer Erfolg – der hochschuleigene Förderverein
Rund 480 Mitglieder zählt die Gesellschaft der Freunde und Förderer der HfMDK inzwischen. Jährlich vergibt sie Fördermittel in Höhe von rund 500.000 Euro für unterschiedliche Fördervorhaben. Damit zählt sie nach eigenen Angaben zu den effektivsten Fördervereinen an deutschen Kunsthochschulen. Wer den Frankfurter Kunstnachwuchs stärken und die GFF unterstützen möchte, kann das in Form verschiedener Förderformate tun: vom Deutschlandstipendium bis hin zur Einzel- oder Projektspende.
Das Deutschlandstipendium
Sehr viele Studierende profitieren vom Deutschlandstipendium sowie zahlreichen weiteren Stipendienangeboten an der HfMDK, die durch die GFF gefördert werden. „Das vergrößert die Sichtbarkeit unserer Hochschule enorm und macht sie für Studierende im Kunstbereich deutlich attraktiver, da sie ihr anspruchsvolles Studium und ihren Lebensunterhalt damit besser miteinander vereinbaren können“, erklärt die Fundraiserin Vanessa Seeberg. Und auch die Region profitiert vom künstlerischen Potential der Studierenden – mit über 500 öffentlichen Kulturveranstaltungen im Jahr gehört die HfMDK zu den größten Veranstaltern im Rhein-Main-Gebiet.
Persönlicher Kontakt statt anonymer Spende
Ein Schlüssel für den Erfolg des Deutschlandstipendiums an der HfMDK liegt im persönlichen Kontakt zu den Fördernden, den das Fundraising-Team von GFF und Hochschule pflegt. „Wir greifen im Fundraising auf sehr viele Kontakte zurück, die den Wert der Kunst in der Gesellschaft erhalten möchten und damit vom selben Grundgedanken angetrieben werden wie wir“, berichtet Seeberg. Darüber hinaus erhalten Fördernde einen Einblick hinter die Kulissen der künstlerischen Ausbildung: Das Team organisiert zahlreiche Veranstaltungen, in denen die Spenderinnen und Spender das kreative Schaffen der Studierenden verfolgen und sich mit- sowie untereinander vernetzen können. Die Motivation zur Förderung basiert oft auf eigenem Interesse an einem bestimmten Fachgebiet. In einem individuellen Matching zwischen Fördernden und Geförderten im Nachgang der Auswahlentscheidung werden die Interessen beider Seiten bedacht: Welche Fachrichtung interessiert die fördernde Person? Und von welcher Verbindung kann auch der oder die Studierende profitieren? Zudem werden persönliche Kriterien wie Mehrsprachigkeit, soziale Nachteile oder ehrenamtliches Engagement beim Matching berücksichtigt.
Beziehungen von Dauer
Die Nachhaltigkeit des entstehenden Austauschs zwischen Geförderten und Fördernden zahlt sich aus: „Es gibt viele Stipendiaten-Fördernden-Paare, die auch nach dem Deutschlandstipendium weiterhin Kontakt halten, weil sie sehr gut miteinander harmonieren“, erklärt Vanessa Seeberg. Die Puhl Foundation zum Beispiel ist bereits seit 2017 als Förderin im Deutschlandstipendium dabei. Ihre Vorsitzende Alix Puhl sagt: „Wir lieben Kunst und uns liegen junge Menschen am Herzen. Welch‘ bessere Kombination kann es geben, als junge Kunststudierende zu unterstützen?“ Ähnlich begeistert ist die Deutschlandstipendiatin Hannah Kettemann: „Durch die entstandenen Kontakte haben sich unter anderem neue musikalische Projekte und Zusammenarbeiten ergeben. Auch für meine Studienfinanzierung war das Deutschlandstipendium eine große Entlastung.“
Die Kunstschaffenden von morgen fördern
Persönlicher Kontakt, zahlreiche Veranstaltungen für spannende Einblicke und ein Matching, das dauerhafte Beziehungen zwischen Fördernden und Geförderten unterstützt – das Fundraising an der HfMDK zeigt, wie Kunst und Kultur in Deutschland effektiv gefördert werden können. Doch die Fundraising-Beauftragten motiviert noch etwas: „Unser Hauptantrieb ist, die Kunst als Triebfeder der Gesellschaft zu halten“, so Seeberg. Ihr Kollege Bastian Kämmer ergänzt: „Eine der Aufgaben von Kunst und Kultur ist es, zu reflektieren und gesellschaftsrelevante wie politische Themen nahbar und greifbarer zu machen.“ Stipendien und Förderungen seien daher von großer Bedeutung, um den Erhalt und die Weiterentwicklung der Kunstlandschaft sicherzustellen. Ob durch Spenden, Stipendien oder Engagement – wer heute Kunst fördert, gestaltet das kulturelle Morgen mit. Die GFF spielt dabei eine zentrale Rolle, indem sie finanzielle Mittel bereitstellt, Netzwerke knüpft und gemeinsam mit der HfMDK die Förderung von Studierenden und Künstlerinnen und Künstlern vorantreibt.
Stand: Juli 2025