Zukunft gemeinsam gestalten

Welchen Beitrag kann jeder zu einer lebenswerten Zukunft leisten? Rund 70 Deutschlandstipendiaten von 51 Hochschulen bundesweit kamen im September zur diesjährigen Sommerakademie zusammen, um über neue Ansätze zum Thema Nachhaltigkeit zu diskutieren. 

Wie wollen wir in Zukunft leben? Welche Herausforderungen erwarten uns? Welchen Beitrag kann jeder zu einer lebenswerten Zukunft leisten? Rund 70 Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten von 51 Hochschulen bundesweit kamen im September zur diesjährigen Sommerakademie zusammen, um unter dem Motto „Zukunft gemeinsam gestalten“ über Fragestellungen und neue Ansätze zum Thema Nachhaltigkeit zu diskutieren. Die Ergebnisse werden die Teilnehmenden in ihre Hochschulen tragen und so auch für andere Studierende nutzbar machen.

Die Teinehmerinnen und Teilnehmer der zweiten Sommerakademie

 © Kay Herschelmann / Stifterverband

Drei Stipendiaten unterhalten sich

© Kay Herschelmann / Stifterverband

Stipendiatinnen und Stipendiaten in einem Workshop

 © Kay Herschelmann / Stifterverband

Drei Stipendiatinnen halten ein Plakat

© Kay Herschelmann / Stifterverband

Stipendiatinnen und Stipendiaten in einem Workshop

© Kay Herschelmann / Stifterverband

Ein Stipendiatin hält einen Workshop

© Kay Herschelmann / Stifterverband

Stipendiatinnen und Stipendiaten unterhalten sich

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Zwei Stipendiatinnen auf der Sommerakademie

© Kay Herschelmann / Stifterverband

Eine Stipendiatin und ein Stipendiaten unterhalten sich

© Kay Herschelmann / Stifterverband

Stipendiatinnen und Stipendiaten bei einem Workshop

© Kay Herschelmann / Stifterverband

Ohne Nachhaltigkeit gibt es keine Zukunft – dieser Gedanke schwebte vom 17. bis zum 19. September über dem Schlüßhof in Lychen, wohin rund 70 engagierte Studierende aus ganz Deutschland gereist waren, um neue Kontakte zu knüpfen, sich zu vernetzen und sich inhaltlich sowie methodisch auszutauschen.

Interdisziplinär, informativ und interaktiv
Ob „Nachhaltige Ernährung“, „Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft“ oder „Sharing Economy“ – das Thema Nachhaltigkeit wurde in insgesamt 13 von den Stipendiatinnen und Stipendiaten selbst konzipierten Workshops unter verschiedenen gesellschaftlichen, ökologischen und ökonomischen Aspekten betrachtet. Oberstes Gebot für die Workshops war eine offene Struktur – interaktive Elemente sollten zum Mitmachen einladen. Lea Bertram, die in Flensburg „Regenerative Energietechnik“ studiert und einen Workshop zum Thema „Nachhaltige Mobilität“ leitete, ließ die Teilnehmenden so zum Beispiel kleine Solarautos bauen: „Ich wollte damit vor Augen führen, wieviel Energie im Tageslicht und in regenerativen Ressourcen steckt.“

Über den Tellerrand schauen
Sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen, motiviert viele Stipendiatinnen und Stipendiaten dazu, sich neben dem Studium ehrenamtlich zu engagieren – ob im sozialen Bereich, in der Politik oder für den Umweltschutz. So vielfältig wie die Persönlichkeiten selbst waren deshalb auch die Begegnungen. Stipendiat Karsten Duch empfand es als bereichernd, mehr über die Hintergründe der anderen zu erfahren: „Es werden auch Leute gefördert, die andere Bildungswege genommen haben. Für mich ist es spannend, sie kennenzulernen. Es ist eine besondere Stärke des Deutschlandstipendiums, dass es heterogenere Gruppen ermöglicht.“ Fachlich nutzte Karsten Duch ebenfalls die Chance, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Als Student der Energie- und Verfahrenstechnik an der Technischen Universität Berlin beschäftigt er sich viel mit dem Thema CO2-Einsparung. Bei der Sommerakademie setzte er sich verstärkt mit ökonomischen und gesellschaftlichen Aspekten auseinander. Auch Jens Hack, der Umweltschutztechnik in Stuttgart studiert, freute sich über den fächerübergreifenden Input: „Wir kommen alle aus verschiedenen Studienfächern. Mit Politik habe ich im Studium eigentlich gar nichts zu tun. Heute habe ich aber an einem Workshop zu demokratischen Prozessen teilgenommen.“

Aktiv etwas verändern
Neben neuen Einblicken ging es bei der Sommerakademie aber auch darum, das eigene Verhalten zu reflektieren und zu schauen, wie nachhaltig die eigene Lebensweise ist – zum Beispiel in Bezug auf die Ernährung, den Konsum oder die Arbeit. Für Sinah Mussmann, die in Hamburg Mode- und Designmanagement studiert, ist klar, dass nachhaltige Ansätze in Unternehmen nur dann eine Chance haben, wenn das Thema in der Führungsebene ernstgenommen wird. Bei ihrem Workshop zum Thema „Arbeit 4.0“ hatte sie deshalb im Blick, dass die Teilnehmenden später womöglich selbst an entscheidenden Positionen sitzen werden: „Hier sind viele junge Leute, die Mega-Potenzial mitbringen und die auch das Potenzial haben, Führungskraft zu werden. Wir haben uns alle für die Sommerakademie beworben, weil wir Lust darauf haben, aktiv etwas zu verändern und unseren Beitrag zu leisten – egal in welchen Dimensionen.“

Abseits von gewohnten Wegen 
Dass beim Entwickeln von nachhaltigen Konzepten das Verlassen gewohnter Pfade dazu gehört, wurde in den Gesprächsrunden mit externen Gästen aus Wissenschaft und Wirtschaft deutlich: Joachim Fensterle von LecturesForFuture, Katharina Wallmann von der Initiative „Letzte Werbung“, Sebastian Müller vom Start-up HALM, Uwe Schneidewind vom Wuppertal Institut und Roland Merger von BASF diskutierten mit den Teilnehmenden darüber, wie Veränderungen in Unternehmen vorangetrieben und nachhaltige Verhaltensweisen gesellschaftlich etabliert werden können. Durch den intensiven Austausch im Rahmen der einzelnen Programmpunkte, aber auch durch das Beieinandersein am abendlichen Lagerfeuer, das gemeinsame Boot fahren oder das Volleyballspielen in den Pausen, ist bei den Teilnehmenden schnell ein Gefühl der Zusammengehörigkeit aufgekommen. Stipendiatin Lea Bertram war von dem Geist der Sommerakademie begeistert: „Wir haben von Anfang an viel zusammen gemacht, obwohl wir uns gar nicht kannten. Uns verbindet das Interesse für Nachhaltigkeit und das Querdenken.“