Zahl der Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten in 2019 erneut gestiegen

Fast 28.200 Studierende an staatlichen und staatlich-anerkannten Hochschulen in ganz Deutschland haben im vergangenen Jahr von der Förderung mit einem Deutschlandstipendium profitiert. Das sind 3 Prozent mehr als noch im Jahr 2018.

Fast 28.200 Studierende an staatlichen und staatlich-anerkannten Hochschulen in ganz Deutschland haben im vergangenen Jahr von der Förderung mit einem Deutschlandstipendium profitiert. Das sind 3 Prozent mehr als noch im Jahr 2018.

Stipendiatin und Stipendiat auf der Sommerakademie

28.159 junge Talente aller Fachrichtungen wurden im Jahr 2019 mit einem Deutschlandstipendium gefördert. 

© Kay Herschelmann / Stifterverband

Im Jahr 2019 wurden bundesweit 28.159 Studentinnen und Studenten mit einem Deutschlandstipendium gefördert. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Steigerung um 3,4 Prozent. Das geht aus den aktuellen Daten hervor, die das Statistische Bundesamt am 19. Mai 2020 veröffentlicht hat. Mehr als 7.500 private Mittelgebende wie Unternehmen, Stiftungen, Vereine und Privatpersonen haben für das Programm demnach allein im vergangenen Jahr rund 29 Millionen Euro aufgebracht. Damit haben die Hochschulen 3,2 Prozent mehr private Mittel einwerben können als in 2018. 

„Das Deutschlandstipendium bleibt die größte öffentlich-private Bildungspartnerschaft im Innovationsland Deutschland. Seit seinem Start im Jahr 2011 hat es fast 200 Millionen Euro von privaten Mittelgebenden für junge Talente mobilisiert. Das Deutschlandstipendium knüpft lebendige Netzwerke und gibt wertvolle Zukunftsimpulse. Die Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten werden unser Innovationsland in Zukunft mitprägen“, sagt Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek. „Wer ein Deutschlandstipendium stiftet, stiftet Zukunft. Ich freue mich, dass immer mehr private Förderinnen und Förderer das Deutschlandstipendium nutzen. So aktivieren wir zusätzliche Mittel für die Hochschulbildung und bringen die Stipendienkultur in Deutschland weiter voran.“

Dem Deutschlandstipendium liegt ein ganzheitliches Verständnis des Leistungsbegriffs zugrunde: So berücksichtigen die teilnehmenden Hochschulen bei der Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten nicht nur hervorragende Noten, sondern auch ehrenamtliches Engagement und die Überwindung von Hürden im Lebenslauf. Studierende aller Fachrichtung werden einkommensunabhängig mit 300 Euro im Monat unterstützt. Die eine Hälfte davon tragen private Mittelgeberinnen und Mittelgeber wie Unternehmen, Stiftungen, Vereine oder Privatpersonen, die andere Hälfte steuert der Bund bei.

Fast ein Prozent der Studierenden erhielten 2019 ein Deutschlandstipendium. Bezogen auf den Anteil der geförderten Studierenden im jeweiligen Bundesland lag unverändert das Saarland vorn (rund 1,6 Prozent), danach folgten Sachsen (rund 1,3 Prozent) und Niedersachen (rund 1,2 Prozent).

2019 beteiligten sich insgesamt 312 Hochschulen am Deutschlandstipendium. Die meisten Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten studierten an der Technischen Universität München (1.407) sowie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main (1.010). Darauf folgten die Technische Universität Darmstadt (751) und die RWTH Aachen (728). Spitzenreiterin bei den Fachhochschulen war, wie bereits in 2018, die Hochschule Osnabrück (396), gefolgt von der Hochschule Niederrhein (328) und der Technischen Hochschule Köln (265). Der Anteil von Deutschlandstipendiatinnen und  -stipendiaten an Fachhochschulen entsprach mit 34 Prozent auch 2019 in etwa dem Anteil an Studierenden an einer Fachhochschule insgesamt (36 Prozent). Wie bereits im Jahr 2018 erhielten auch 2019 etwas mehr Frauen (14.894) als Männer (13.265) ein Deutschlandstipendium.

Das Deutschlandstipendium bündelt die Kräfte von Bund, Hochschulen und privaten Förderern, damit junge Talente sich individuell entfalten und sie in ihrem Engagement für die Zukunft unserer Gesellschaft unterstützt werden. Der persönliche Austausch zwischen Fördernden, Geförderten sowie Hochschulen stärkt den Zusammenhalt in den Regionen und eröffnet allen Beteiligten vielfältige Chancen und neue Perspektiven.