Wo ein Wille ist

Die Frankfurt School of Finance & Management ist für Jaskaran Singh aus Neu-Delhi eine wichtige Station in seinem Leben. Sein Weg ist von einer großen Leistungsbereitschaft geprägt, die nicht nur mit dem Deutschlandstipendium honoriert wurde.

Die Frankfurt School of Finance & Management ist für Jaskaran Singh eine wichtige Station in seinem Leben. Die internationale Ausrichtung, die Motivation seiner Mitstudierenden und das Arbeiten in kleinen Gruppen schätzt der 20-Jährige aus Neu-Delhi besonders. Sein Weg ist von einer großen Leistungsbereitschaft geprägt, die nicht nur mit dem Deutschlandstipendium honoriert wurde. Die Stadt Frankfurt am Main hat ihn 2018 als herausragende Persönlichkeit ausgezeichnet.

Student Jaskaran Singh

Geht zielstrebig seinen Weg: Deutschlandstipendiat Jaskaran Singh

Respekt, Verantwortung, Engagement, Vertrauen und Zusammenarbeit sind Werte, die das Zusammenleben an der Frankfurt School bestimmen und die Jaskaran Singh auch mit dem Deutschlandstipendium verbindet. Für ihn steht die gesellschaftliche Verantwortung an oberster Stelle. „Es ist wichtig, dass wir auch außerhalb des Studiums selbst die Initiative ergreifen und unsere Verantwortung erfüllen.“ Das bedeutet auch, aus der eigenen Komfortzone herauszukommen und sich zu arrangieren. Was das heißt, weiß der International Management-Student aus eigener Erfahrung: „Als ich 2016 von Indien nach Deutschland gekommen bin, war alles anders. Eine andere Sprache, ein anderes System, eine andere Schule – daran musste ich mich erst gewöhnen. Aber Veränderungen lehren uns auch ganz viel.“

Herausforderungen annehmen

Sein Enthusiasmus und seine Bereitschaft, in kurzer Zeit viel Neues zu lernen, bringen Jaskaran Singh Erfolg, bedeuten aber auch, Kompromisse einzugehen: „Ich habe nach zwei Jahren in Deutschland mein Abitur abgeschlossen und hatte sehr wenig Freizeit. Heute muss ich die Balance zwischen meinem Studium und meinen außeruniversitären Aktivitäten finden.“ Denn trotz seines hohen Pensums setzt sich Jaskaran Singh immer schon für die Gemeinschaft ein – ob als Klassensprecher an der Europäischen Schule RheinMain oder als Jahrgangssprecher an der Frankfurt School. Bei der Wahl seines Studienortes fielen das gute Renommee und die Internationalität ins Gewicht: „Die Frankfurt School ist eine der führenden Business Schools in Deutschland und eine der wenigen Hochschulen, die das Studium auf Englisch anbieten. Das finde ich wichtig, weil die Geschäftswelt global ist.“

Interaktives arbeiten

Seine Hochschule ist auf die Bereiche Business, Management, Banking und Finance spezialisiert. Über 2.600 angehende Fach- und Führungskräfte studieren hier zumeist in kleinen Gruppen. Jaskaran Singh genießt diesen Vorteil: „Wir haben Vorlesungen mit nicht mehr als 50 Studierenden und können uns deshalb gut mit den Professorinnen und Professoren austauschen.“ Auch die Veranstaltungen zum Deutschlandstipendium finden in einem interaktiven Rahmen statt. „Wir sind aktuell 38 Stipendiatinnen und Stipendiaten. 2019 haben wir uns bei einem ganztägigen Workshop über die fünf Werte der Frankfurt School ausgetauscht und dazu eigene Projekte umgesetzt.“ Durch einen persönlichen Beitrag Großes zu bewirken, ist ein Ansatz, den der Student auch bei seinen ehrenamtlichen Aktivitäten verfolgt. An seiner Hochschule engagiert er sich so zum Beispiel für die Initiative „Frankfurt School Economy & Politics“, die den Austausch über ökonomischen Themen anregen will und sich für mehr politisches Bewusstsein einsetzt. Jaskaran Singh leitet dort die internationale Abteilung und macht sich insbesondere für ein positives Miteinander an der Frankfurt School stark.

Über sich hinauswachsen

Aufgrund seines Engagements und seiner akademischen Leistungen wurde Jaskaran Singh bereits im ersten Semester mit dem Deutschlandstipendium ausgezeichnet. „Es ist für mich eine Quelle der Inspiration und der Motivation. Die Auszeichnung bestätigt mich auch darin, dass ich meine eigenen Ziele erreichen kann.“ Mit seinem aktuellen Förderer Rainer Neske, Chairman of the Board of Managing Directors der Landesbank Baden-Württemberg, tauscht er sich per E-Mail über seine Vorhaben aus, ein persönliches Treffen soll folgen. „Ich erhalte durch das Deutschlandstipendium Input von Leuten, die Profis in ihrem Bereich sind. Das ist ein großer Vorteil.“ Er selbst sieht sich als Botschafter und möchte andere Studierende dazu motivieren, über sich hinaus zu wachsen und mehr zu leisten als nötig. Denn: „Es ist wichtig, dass wir Herausforderungen nicht als Schwierigkeiten betrachten, sondern als Gelegenheiten für persönliches Wachstum.“