Neue Perspektiven stiften

Dalile Vera Poungue Wetoumdu ist bereits seit fünf Jahren Deutschlandstipendiatin und nimmt rege an Veranstaltungen ihres Förderers, der Wilo-Foundation, teil. Stiftungsvorständin Evi Hoch gefällt ihr Engagement sehr.

Dalile Vera Poungue Wetoumdu ist bereits seit fünf Jahren Deutschlandstipendiatin. Die angehende Medizintechnik-Ingenieurin aus Magdeburg profitiert nicht nur finanziell, sie nimmt auch rege an Veranstaltungen ihres Förderers, der Wilo-Foundation, teil. Ihr Engagement gefällt Stiftungsvorständin Evi Hoch sehr. Das Deutschlandstipendium hält sie für einen wirkungsvollen Beitrag zur Entlastung talentierter Studierender.

Förderin Evi Hoch und Stipendiatin Dalile Vera Poungue Wetoumdu

Engagieren sich für den Erfahrungsaustausch: Evi Hoch, Wilo-Foundation, und Deutschlandstipendiatin Dalile Vera Poungue Wetoumdu

 © Andy Küchenmeister

Ursprünglich wollte Dalile Vera Poungue Wetoumdu Medizin studieren. Als die Kamerunerin ihre Heimat nach dem Abitur verließ, änderte sie ihren Entschluss: „Ich hatte immer Freude an Technik. Als ich von dem Studiengang Medizintechnik erfuhr, war das für mich ein guter Kompromiss.“ An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg studiert die 25-Jährige im Master Medical Systems Engineering, zuvor hat sie dort bereits einen Bachelor in Elektrotechnik absolviert. Durch die Website ihrer Hochschule hat die junge Frau vom Deutschlandstipendium erfahren: „Ein Freund hat mir empfohlen, mich zu bewerben.“ Mit einer Zusage rechnete sie nicht. Jetzt freut sie sich über die finanzielle Unterstützung und die vielen Kontakte, die sie als Deutschlandstipendiatin knüpfen kann. „Ich hatte die Gelegenheit, andere Stipendiaten und interessante Unternehmen kennenzulernen. Mit Frau Hoch von der Wilo-Foundation habe ich auch schon viele Gespräche geführt. Sie ist sehr offen und ich berichte ihr gerne von meinen Erfahrungen.“

Wertvoller Austausch

Kennengelernt hat Dalile Vera Poungue Wetoumdu die Stiftungsvorständin Evi Hoch 2013 bei der Stipendienvergabefeier der Universität Magdeburg. Seitdem hat sich die Deutschlandstipendiatin an einer Vielzahl von Veranstaltungen der Wilo-Foundation beteiligt, beispielsweise am sogenannten „International Day“. „Ich habe einen Vortrag gehalten und durfte etwas über mein Land und meine Kultur erzählen“, erinnert sie sich. Evi Hoch ergänzt begeistert: „Frau Poungue hat sich besonders aktiv eingebracht. Sie hat vor über fünfzig Studierenden ihren Studienschwerpunkt und ihre Zukunftsideen bei unserem Stiftungsworkshop in Dortmund präsentiert.“ Ein anderes Mal berichtete sie Schülerstipendiatinnen und -stipendiaten, die erst seit kurzem in Deutschland leben, von ihren Studienerfahrungen. „Für diese Schülerinnen und Schüler ist es besonders wertvoll, von den Studierenden direkt zu hören, wie sie ihre Entscheidung getroffen haben und was sie im Studium erwartet“, erklärt Evi Hoch. „Spezielle Studiengänge wie Medizintechnik sind vielen gar nicht bekannt. Durch das Gespräch mit Frau Poungue haben sich ihnen neue Perspektiven eröffnet.“ Und das ist der Wilo-Foundation wichtig, denn: „Wir brauchen in unserer Gesellschaft dringend besonders befähigte und engagierte Studierende. Nicht nur heute, sondern insbesondere auch morgen“. Das ist einer der Gründe, warum sich die Wilo-Foundation seit 2012 für das Deutschlandstipendium stark macht und damit insgesamt bereits rund 500 zukünftige Fach- und Führungskräfte gefördert hat.

Fördern ohne Aufwand

Vom Engagement der Stiftung profitieren Studierende an verschiedenen Hochschulen in Dortmund, Bochum, Hagen, Magdeburg, Hof und Coburg – jeweils Standortregionen des Unternehmens Wilo, das Pumpen und Pumpensysteme herstellt. „Die Stipendiaten können sich auf die Finanzspritze von 300 Euro im Monat verlassen, sodass sie sich voll auf ihre Kompetenzen konzentrieren können“, sagt Evi Hoch. Ebenso wichtig ist jedoch der gelegentliche Blick über den Tellerrand hinaus: Deshalb ermöglicht die Wilo-Foundation ihren Stipendiatinnen und Stipendiaten die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen – von Kulturworkshops über Theaterbesuche bis hin zu Konzerten. „Das Ziel ist es, dass die Studierenden ihren Studienort auch als Kulturort kennenlernen“. Für die Organisation der ideellen Angebote bleibt der Stiftung mehr Zeit, denn das Deutschlandstipendium hat für Förderer einen entscheidenden Vorteil. Evi Hoch erklärt: „Es ist unbürokratisch. Es gibt viele Stipendien, die mit einem hohen Aufwand für alle Beteiligten verbunden sind. Das ist hier anders. Wir Förderer haben im Grunde gar keine administrative Arbeit. Das ist für uns, als in erster Linie finanziell fördernde Stiftung, ideal.“