Keine reine Männersache

Eine der wenigen Frauen in ihrem Studiengang Physikalische Technologien zu sein, macht Jasmin Friedrich nichts aus. Selbstbewusst geht die 21-jährige Deutschlandstipendiatin der TRUMPF GmbH + Co. KG ihrer Leidenschaft für Technik nach. 

Eine der wenigen Frauen in ihrem Studiengang zu sein, macht Deutschlandstipendiatin Jasmin Friedrich nichts aus. Optimistisch und selbstbewusst geht die 21-jährige Studentin der Physikalischen Technologien ihrer Leidenschaft für Technik nach. Durch den Kontakt zu ihrem Förderer, dem Werkzeugmaschinen- und Laserhersteller TRUMPF, sind ihre Begeisterung und ihre Neugierde noch größer geworden. 

Deutschlandstipendiatin Jasmin Friedrich

Technik ist ihre große Leidenschaft: Deutschlandstipendiatin Jasmin Friedrich

 © Natalia Neff

Wenn es um Technik geht, gerät Jasmin Friedrich ins Schwärmen. Mit ansteckendem Enthusiasmus erzählt sie von ihrem Studiengang, den sie als eine Mischung aus Maschinenbau, Elektrotechnik und Physik beschreibt: „Das ist genau die Kombination, die ich mir später auch im Beruf vorstellen kann. Nur Theorie ist mir einfach zu trocken.“ Dass der praktische Bezug für sie entscheidend ist, erkannte sie bereits als Schülerin an einem technischen Gymnasium. Dort lernte sie auch damit umzugehen, als Mädchen im MINT-Bereich eine Ausnahme zu sein. Ihre Devise heute lautet, sich von Vorurteilen nicht einschüchtern zu lassen: „Ich gehe dem nach, was mich interessiert. Und wenn ich für ein Projekt brenne, dann setze ich Himmel und Hölle in Bewegung, damit ich es so umsetzen kann, wie ich es mir vorstelle.“

Praktisch nah dran

Jasmin Friedrich studiert an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Göttingen im sechsten Semester und schreibt gerade an ihrer Bachelorarbeit. Das Deutschlandstipendium sieht sie als Würdigung und Bestätigung, dass Frauen in der Technik den Männern in nichts nachstehen. „Was ich auch richtig toll finde ist, dass es keine anonyme Förderung ist, sondern dass 50 Prozent von Firmen aus der Industrie oder von privaten Fördern dazu gegeben werden“, sagt sie, „so durfte ich die TRUMPF-Gruppe kennenlernen.“ Für das Unternehmen, das auf Werkzeugmaschinen und Lasersysteme spezialisiert ist, ist die Förderung eine Möglichkeit, talentierte Studierende wie Jasmin Friedrich während ihres Studiums zu unterstützen und sie für das eigene Tun zu begeistern.

Katja Tiltscher, TRUMPF GmbH + Co. KG

Ist auf der Suche nach jungen Menschen mit Mut zu neuen Ideen: Katja Tiltscher, Head of Corporate HR Hiring & Growth

©  TRUMPF

Katja Tiltscher, Head of Corporate HR Hiring & Growth der TRUMPF GmbH + Co. KG., sieht darin auch eine Investition in den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft: „Der Fachkräftemangel in den MINT Fächern gefährdet unsere Innovationsführerschaft. Das Deutschlandstipendium leistet einen wichtigen Beitrag für die deutsche Wirtschaft und führt Studierende praxisnah an technische Berufe heran.“ Um den jungen Talenten einen Einblick in den Arbeitsalltag zu bieten, veranstaltet TRUMPF jedes Semester einen Netzwerk-Tag für alle Stipendiatinnen und Stipendiaten am Stammsitz in Ditzingen. Diese Treffen sind auch für den engagierten Förderer eine Bereicherung: „Wir profitieren von dem wertvollen Austausch mit den Studierenden und ihren unterschiedlichen Blickwinkeln“, sagt Katja Tiltscher. „Als Hochtechnologieunternehmen suchen wir junge Menschen, die mit Freude dabei sind und den Mut und die Fähigkeit haben, ihre eigenen Ideen einzubringen und in die Tat umzusetzen.“ 

Gemeinsam Neues vorantreiben

An Tatendrang mangelt es Stipendiatin Jasmin Friedrich nicht. Auf ihre Anfrage, ob sie ein Praktikum im Unternehmen absolvieren könne, reagierte TRUMPF sofort: „Ein Praktikumsbetreuer meldete sich bei mir und fragte, was ich mir vorstelle. Ich konnte drei Wochen am Standort in Ditzingen verbringen und mir anschauen, wie es in der Industrie läuft.“ Danach ergab sich durch Zufall eine weitere Verbindung, denn das Unternehmen arbeitet auch im Forschungsbereich eng mit der HAWK zusammen. Im Rahmen des Projekts „Starke Fachhochschulen - Impuls für die Region“, das an Fachhochschulen die Vernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft bei Forschung und Entwicklung fördert, überprüfen Studierende die Umsetzbarkeit von Ideen aus der Industrie, um die Entwicklung von marktfähigen Produkten voranzutreiben. Als Jasmin Friedrich davon erfuhr, musste sie nicht lange überlegen. Sie entschied sich dafür, ihre Abschlussarbeit über das Projekt ihrer Hochschule zu schreiben. „Ich möchte damit auch etwas zurückgeben und zeigen, dass das Stipendium eine wahnsinnig tolle Unterstützung ist.“ Für Jasmin Friedrich ist das Deutschlandstipendium ein echter Volltreffer. Und wer weiß, was sich aus dem Kontakt zu ihrem Förderer noch ergibt.