Ein Nehmen und Geben

Sich unterstützen, sich vernetzen und Know-how teilen: Es gibt viele Gründe, warum der FACT Alumni Universität Bayreuth e. V. das Deutschlandstipendium fördert. Ein Interview mit Hendrik Rupertus, Vereinsvorsitzender und selbst ehemaliger Stipendiat.

Sich gegenseitig unterstützen, sich vernetzen und fachliches Know-how teilen: Es gibt viele gute Gründe, warum sich der FACT Alumni Universität Bayreuth e. V. für das Deutschlandstipendium engagiert. Ein Interview mit Hendrik Rupertus, Vorsitzender des Vereins und selbst ehemaliger Stipendiat.

Hendrik Rupertus

Der ehemalige Deutschlandstipendiat Hendrik Rupertus weiß, warum sich das Fördern lohnt

© Foto Gut

Wie war es für Sie, Deutschlandstipendiat zu sein? 

Ich wurde während meines Masterstudiums an der Universität Bayreuth über eineinhalb Jahre gefördert. Daraus habe ich einen ziemlich großen Nutzen gezogen, weil ich mich komplett auf mein Studium konzentrieren konnte und keine finanziellen Probleme hatte. In unserem Fachbereich wird sehr viel mit Gesetzestexten und Fachliteratur gearbeitet. Dank des Deutschlandstipendiums konnte ich mir alle Materialien kaufen. Meinen Förderer und die anderen Stipendiaten habe ich auch kennengelernt. Hierdurch habe ich viele neue interessante Kontakte geknüpft.

Heute sind Sie wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bayreuth und Vorsitzender von FACT Alumni. Was möchte Ihr Verein bewirken?

Wir wollen den Kontakt zwischen den Studierenden, den Alumni, den Mitarbeitern und den Professoren fördern. Der Netzwerkgedanke, der auch beim Deutschlandstipendium eine wichtige Rolle spielt, ist uns sehr wichtig. Durch die Förderung habe ich aber auch persönlich die Möglichkeit, etwas zurückzugeben. Es ist für die Hochschulen sicher nicht immer leicht, Förderer zu finden. Wir als Verein sehen das Deutschlandstipendium aber als einen wichtigen Bestandteil an und möchten es deshalb weiter mit nach vorne bringen.

Was hat die anderen Vereinsmitglieder von der Förderung überzeugt?

Ich habe ihnen von meinen Erfahrungen erzählt. Das fanden alle sehr charmant. Das Deutschlandstipendium passt außerdem perfekt zu unserem Vereinszweck: Unser Ziel ist es, Forschung und Lehre zu fördern und Studierende zu unterstützen. Wir sind eine recht spezielle Vereinigung. FACT steht für Financial Accounting Controlling Taxation – die großen Säulen des Finanzbereichs. Wir wollten gerne einen Studierenden direkt aus unserem Bereich fördern, aber nicht entscheiden, wer das Stipendium bekommt. Wir finden es gut, dass die Auswahl ein Gremium übernimmt. Nicht zuletzt ist das Deutschlandstipendium hier an der Universität ein sehr wichtiges und etabliertes Programm.

Warum ist das Engagement von Alumni-Vereinen wichtig?

Meiner Ansicht nach können Alumni-Vereine einen essentiellen Beitrag leisten. Sie sind häufig den Fakultäten untergeordnet und können mit dem Deutschlandstipendium sehr konkret Studierende in ihrem eigenen Fachbereich fördern. Vereine sind bei der Förderung vielleicht auch flexibler als beispielweise große Unternehmen, die Budgets freigeben oder andere bürokratische Hürden überwinden müssen. Bei uns im Verein haben wir uns nur einmal dazu im Vorstand besprochen und uns dann mit dem Beirat abgestimmt. Das ging sehr unkompliziert. Gerade haben wir die Förderung auch um ein Jahr verlängert.

Weil Sie gute Erfahrungen gemacht haben?

Das Deutschlandstipendium bereichert die Arbeit unseres Vereins sehr, wenn es darum geht, Brücken zu schlagen. Auch mit unserem Stipendiaten haben wir bisher sehr positive Erfahrungen gemacht. Einmal im Semester haben wir das Förder- und Stipendiatentreffen, bei dem wir uns sehen. Wir treffen uns aber auch regelmäßig abseits dieser Treffen. Da ich selbst in Bayreuth studiert habe, konnte ich ihm darüber hinaus Tipps fürs Studium geben. Er wiederum findet die Idee von einem Alumni-Verein sehr gut und kann sich vorstellen, uns zu unterstützen. Beim Deutschlandstipendium geht es eben nicht nur um die finanzielle Förderung, sondern auch um den gegenseitigen Austausch.