Ausgezeichnete Förderung der Besten

Die Preisträger des erstmals durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ausgelobten Wettbewerbs „Die Besten begleiten.“ stehen fest. Die drei Hochschulen haben mit ihrem Konzept der ideellen Förderung überzeugt. 

Die Wettbewerbsjury hat entschieden. Die drei Preisträger des erstmals durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ausgelobten Wettbewerbs „Die Besten begleiten.“ stehen fest. Die Goethe-Universität Frankfurt am Main, die Humboldt-Universität zu Berlin und die zum Studienfonds OWL zusammengeschlossenen Hochschulen in Ostwestfalen-Lippe haben mit ihrem Konzept der ideellen Förderung überzeugt. Insgesamt hatten es sieben Hochschulen ins Finale geschafft.
 


Im lebendigen Austausch

An der Goethe-Universität Frankfurt am Main tragen die Stipendiatinnen und Stipendiaten zur Vernetzung mit der Bürgergesellschaft bei

Goethe Universität Frankfurt

 © Goethe-Uni Frankfurt 2013

Zitat:

„Unsere Stipendiaten werden nicht nur in ihrer Begabung gefördert, sondern nutzen diese auch, um zukunftsweisende Ideen zu entwickeln und sich dabei aktiv in die Stadtgesellschaft einzubringen.“ Prof. Dr. Werner Müller-Esterl, Präsident der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main

Projektbeschreibung:

Mit Engagement, Idealismus und Mut zur Veränderung entwickeln Deutschlandstipendiaten an der Goethe-Universität Frankfurt Projekte, die der gesamten Region zugutekommen: von einer öffentlichen Vortragsreihe zum Thema Liebe über ein Mentoringprogramm für Abiturienten bis hin zum Mehrgenerationen-Wohnkonzept. Im Rahmen eines Mentoring-Programms stehen ihnen dabei erfahrene Personen aus Wirtschaft, Kultur, Bildung und Kirche zur Seite. Lecture-Abende, Patenschaften mit Spendern und weitere Events runden das ideelle Begleitprogramm ab und tragen zur Vernetzung der Stiftungsuniversität mit der Bürgergesellschaft bei.

Steckbrief:

Die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main wurde im Jahr 1914 als erste Stiftungsuniversität Deutschlands von Frankfurter Bürgern gegründet. Heute ist sie mit 43.000 Studierenden die drittgrößte Hochschule Deutschlands. Als Volluniversität orientiert sie sich sowohl hinsichtlich ihrer Vielfalt an Disziplinen als auch der Einheit von Forschung und Lehre am klassischen Bildungsauftrag. Enge Praxiskontakte tragen auch heute – ganz im Sinne des Gründungsgedankens – zur Lösung politischer, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und kultureller Herausforderungen bei.
 



Fördern und forschen

Humboldt-Universität zu Berlin startet Deutschlandstipendium-Themenklassen

HU Berlin

 © Klaus-Christian Eckert/HU Berlin 2013

Zitat:

„Auf unser neu entwickeltes Format sind wir besonders stolz. Die Förderung und Vernetzung des exzellenten Nachwuchses in thematisch fokussierten Klassen stellt die Entfaltung aller Potenziale in den Mittelpunkt.“ Jan-Hendrik Olbertz, Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin

Projektbeschreibung:

Die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) hat das Förderformat Deutschlandstipendium-Themenklassen entwickelt. Geforscht wird hier interdisziplinär: 12 bis 15 Bachelor- oder Masterstudierende verschiedener Fachrichtungen arbeiten für ein Jahr gemeinsam in einem Themenfeld und präsentieren ihre Forschungsergebnisse in drei Veranstaltungen. Mit den Themenklassen baut die HU die Förderung für Bachelor- und Masterstudierende weiter aus; Förderern ermöglicht sie, Engagement mit thematischer Schwerpunktsetzung zu verbinden.

Steckbrief:

Die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) ist eine der führenden deutschen Forschungseinrichtungen mit Weltruf: Derzeit studieren über 30.000 junge Menschen in 185 Studiengängen an elf Fakultäten. Führend in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses steht die HU für Innovation in Studium und Lehre. 1810 nach dem Konzept von Wilhelm von Humboldt gegründet, gilt die HU als „Mutter aller modernen Universitäten“. Seit Juni 2012 gehört die HU zu den elf Exzellenzuniversitäten Deutschlands. In internationalen Rankings belegt sie regelmäßig Spitzenplätze.
 



Studierende fördern, die Region stärken

Der Studienfonds Ostwestfalen-Lippe fördert die Förderer von morgen und will so die Region stärken

Stiftung Studienfonds OWL

 © OWL Studienfonds 2013

Zitat:

„Die Qualität der durch das Deutschlandstipendium angeregten Stipendienkultur liegt neben der finanziellen Unterstützung vor allem in der ideellen Förderung.“ Katja Urhahne, Geschäftsführerin Stiftung Studienfonds OWL

Projektbeschreibung:

Akademische Nachwuchstalente für die Region begeistern – das leistet das Deutschlandstipendium in Ostwestfalen-Lippe. Die zum Studienfonds OWL zusammengeschlossenen Hochschulen gestalten die neue Stipendienkultur durch ihr ideelles Förderprogramm aktiv mit. Netzwerktreffen, Workshops, Bewerbungstrainings, Business-Knigge-Seminare, Messebesuche und Unternehmensbesichtigungen fördern Stipendiatinnen und Stipendiaten auch außerhalb ihres Curriculums. Kamingespräche mit Persönlichkeiten aus der Region, Museumsbesuche und Freizeitausflüge ermöglichen den Studierenden und ihren Förderern zusätzliche interessante Begegnungen. Ein Gewinn für die ganze Region.

Steckbrief:

2006 haben sich in Nordrhein-Westfalen die Universität Bielefeld, Universität Paderborn, Fachhochschule Bielefeld, Hochschule Ostwestfalen-Lippe und die Hochschule Musik Detmold zur Stiftung Studienfonds Ostwestfalen-Lippe zusammengeschlossen – ein deutschlandweit einmaliges Kooperationsprojekt. Gründer und zugleich Vorstand sind die Rektoren, die Präsidentin und die Präsidenten der einzelnen Hochschulen. Als Stifterinnen treten die Hochschulen selbst auf. Das Ziel: Studierende fördern, Netzwerke aufbauen und den Hochschul- und Wirtschaftsstandort nachhaltig stärken.
 



Chancen nutzen, Karriere gestalten

An der FH Aachen sorgen Hochschule und Förderer für lehrreiche Blicke über den Tellerrand

FH Aachen

 © FH Aachen/www.lichtographie.de

Zitat:

„Den Ausbau des Deutschlandstipendiums um ein anspruchsvolles ideelles Förderprogramm für begabte Studierende betrachten wir als gesellschaftspolitisch wichtiges Projekt.“ Prof. Dr. rer. nat. Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen

Projektbeschreibung:

Chancen nutzen, Karriere gestalten – dafür bietet die FH Aachen Deutschlandstipendiatinnen und Deutschlandstipendiaten gemeinsam mit den Förderern ein breites Förderprogramm und viele Vernetzungsmöglichkeiten. Firmenbesuche, Workshops, Karrieretrainings und die Vermittlung von Team- und Führungskompetenzen gehören dazu. Die Nachbarschaft der Hochschule zu den Niederlanden und Belgien beflügelt zudem den interkulturellen Austausch. Einladungen benachbarter Förderer gewähren interessante Einblicke in andere Unternehmenskulturen. In enger Kooperation mit den Förderern plant die FH Aachen, das Deutschlandstipendium künftig um ein Mentorenprogramm auszubauen.

Steckbrief:

Die FH Aachen ist eine der forschungsstärksten Fachhochschulen in Deutschland. 1971 wurde sie aus dem Zusammenschluss von mehreren Fachschulen und berufsbezogenen Ausbildungsstätten gegründet. Derzeit bilden rund 220 Lehrkräfte mehr als 11.000 Studierende in 53 Bachelor- und 22 Masterstudiengängen der Ingenieurwissenschaften, der Wirtschaftswissenschaften und des Designs aus. Die FH Aachen zeichnet sich durch einen hohen Praxisbezug aus. Sie arbeitet eng mit regionalen und internationalen Unternehmen sowie renommierten Einrichtungen wie dem Forschungszentrum Jülich zusammen.
 



Regionale Netzwerke stärken, Chancen nutzen!

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf fördert das Miteinander

HHU Düsseldorf

 © Düsseldorf HHU 2013 

Zitat:

„Das Deutschlandstipendium bietet uns Raum für die Entwicklung einer Solidarbeziehung zwischen den Leistungsträgern von heute und den gesellschaftlichen Verantwortungsträgern von morgen.“ Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. H. Michael Piper, Rektor der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Projektbeschreibung:

„Chancen nutzen“ – das hat sich die Heinrich-Heine-Universität mit dem Deutschlandstipendium auf die Fahnen geschrieben. Systematisch fördert sie den Austausch zwischen Stipendiaten, Hochschulvertretern und Bürgern der Stadt. Nach der feierlichen Übergabe der Stipendien treffen sich Forscher, Förderer und Stipendiaten zu Vorträgen der Studierenden, Unternehmenspräsentationen sowie interdisziplinären Kolloquien. Unterstützt von einer Botschafterin für Stipendien knüpfen Studierende Kontakte – und Stifter erfahren mehr über die Bedürfnisse junger Menschen. Die HHU freut sich über eine deutlich erkennbare Steigerung im Renommee und Synergieeffekte im Alumniwesen.

Steckbrief:

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ist eine international orientierte Universität. Derzeit studieren 23.400 Studierende 80 Studiengänge an den fünf Fakultäten der Campus-Universität. Die im Hochschulentwicklungsplan verankerten Leitthemen „Life – Nature – Society“ prägen das Profil und die Entwicklungsziele der Universität, die mit dem Exzellenzcluster Pflanzenwissenschaften erfolgreich an der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder teilnahm. 21 Graduiertenschulen, die Studierendenakademie und das Center for Entrepreneurship bieten eine herausragende akademische Ausbildung.
 



Willkommen im Club

Im Norden fördert eine neue Partnerschaft aus Hochschulen und Rotary Clubs den akademischen Nachwuchs

Rotary Distrikt 1850

 © Jade Hochschule 2013

Zitat:

„Mit unserem Hochschulkonsortium und dem Distrikt 1850 von Rotary International tragen wir in Deutschland eine neue Stipendienkultur in die Fläche.“ Dr. habil. Elmar Schreiber, Präsident der Jade Hochschule

Projektbeschreibung:

Kooperation statt Konkurrenz: Die Universitäten Oldenburg, Osnabrück und Vechta und die Hochschulen Bremen und Bremerhaven, Emden/Leer und Osnabrück sowie die Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth haben sich in der Region Bremen/Weser-Ems für das Deutschlandstipendium zu einem Konsortium zusammengeschlossen und Verstärkung durch 67 Rotary Clubs des Distriktes 1850 Bremen/Weser-Ems geholt. 3.100 Rotarier helfen dem akademischen Nachwuchs durch ihr Führungskräfte-Know-how und ihre Netzwerke beruflich auf die Sprünge. Gemeinsame Mentorenprogramme, Projektangebote und interdisziplinäre Seminare stehen auf der Agenda des Pilotprojekts.

Steckbrief:

Im Hochschulkonsortium um die Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth haben sich die Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg, die Universität Osnabrück und die Universität Vechta sowie die Hochschule Bremen, die Hochschule Bremerhaven, die Hochschule Emden/Leer und die Hochschule Osnabrück mit den Rotary Clubs für das gemeinsame Projekt Deutschlandstipendium zusammengeschlossen. Die insgesamt 60.000 Studierenden der teilnehmenden Hochschulen profitieren in der Nordregion von einem breiten Lehr- und Forschungsspektrum.
 



Zukunft fördern durch Exzellenz

An die TU Dresden kommen die Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten, um zu bleiben

TU Dresden

 © TUD/Eckold 2013

Zitat:

„Wir fördern mit Deutschlandstipendien Talente und Engagement! Das Motto ‚Wissen schafft Brücken’ gilt an der TU Dresden auch für Stipendien.“ Prof. Dr.-Ing. habil. DEng/Auckland Hans Müller-Steinhagen, Rektor der TU Dresden

Projektbeschreibung:

„Bildung, Beteiligung, Bindung“ – Studierende und Förderer an der TU Dresden profitieren seit Beginn des neuen Stipendienprogramms von Fördermaßnahmen, die alle Akteure einbeziehen – auch über die Studienzeit hinaus. Das von den Studierenden weitgehend autonom gestaltete Stipendiatennetz dient als Plattform für Austausch, Ideenentwicklung und Workshops. Im Verbund mit dem Förderernetz sorgen Exkursionen und die Summer School für den fruchtbaren Know-how-Transfer von Förderern und Studierenden. Über das geplante Stipendiaten-Alumni-Netz bleiben die Stipendiatinnen und Stipendiaten nach dem Studium mit ihren Nachfolgern in Kontakt – die Förderer von morgen.

Steckbrief:

Die 1828 gegründete Technische Universität Dresden ist die größte TU Ostdeutschlands. Als TU9-Mitglied und Exzellenzuniversität zählt sie zu den forschungsstärksten Hochschulen in Deutschland. Austausch und Kooperation zwischen den Wissenschaften, mit Wirtschaft und Gesellschaft sind dafür die Grundlage. Ziel ist es, im Wettbewerb auch in Zukunft Spitzenplätze zu belegen. Daran und am Erfolg beim Transfer von Grundlagenwissen und Forschungsergebnissen misst die TU Dresden ihre Leistungen in Lehre, Studium, Forschung und Weiterbildung. Rund 37.000 Studierende aus dem In- und Ausland lernen hier.