Beirat nimmt Stellung zu den Ergebnissen der Evaluation und der Begleitforschung

Im März 2016 hat das Kabinett den Bericht der Bundesregierung zum Deutschlandstipendium verabschiedet. Zu den dort vorgestellten Ergebnissen der Evaluation und der Begleitforschung zum Deutschlandstipendium bezieht der Beirat Deutschlandstipendium Position und legt Empfehlungen für die Weiterentwicklung des Stipendienprogramms vor.

Beiratsvorsitzender Thomas Sattelberger und Beiratsmitglied Dr. Gerhard F. Braun im Gespräch auf der Jahres-
veranstaltung 2016 | © Michael Gottschalk/photothek.net
Der zwölfköpfige Beirat Deutschlandstipendium, dem unter anderem Vertreter von Hochschulen, Förderern, Studierenden, Arbeitgebern und Gewerkschaften angehören, hat mehrheitlich die Ergebnisse der gesetzlich vorgeschriebenen Evaluation und der Begleitforschung zur Sozialstruktur der Stipendiatinnen und Stipendiaten begrüßt. Das Deutschlandstipendium hat sich fünf Jahre nach seinem Start als wichtige Säule der Begabtenförderung erwiesen.

Die Evaluation zeigt, dass regionale Bedingungen wie Wirtschaftskraft am Hochschulstandort, Qualifikation der Einwohner, Beschäftigungsquote praktisch keinen Einfluss auf die Fördererfolge haben. Aus der Begleitforschung geht hervor, dass die soziale Struktur der Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten ausgewogen ist und kaum von der Gesamtstruktur der Studierenden abweicht. Auf Grundlage der Ergebnisse spricht der Beirat konkrete Empfehlungen für die Weiterentwicklung des Programms aus. Den Hochschulen muss Zeit gewährt werden, um sich mit dem Programm vertraut zu machen und Erfahrungen zu sammeln. Die Verantwortlichen im Bereich Fundraising sollten auch weiterhin durch Austauschmöglichkeiten und Weiterbildungsangebote unterstützt werden. Hochschulen sollten das Stipendium als Element einer Gesamtstrategie zur Vernetzung mit dem regionalen Umfeld einsetzen. Weiterhin regt das Gremium an, die Beratung von Hochschulen zu verstärken, die bislang nicht am Stipendienprogramm teilnehmen – vor allem von kleineren, privaten Hochschulen.

Die Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes und des Deutschen Studentenwerkes beklagen in einem Minderheitenvotum unter anderem die verlangsamte Steigerung der Förderquote und empfehlen zu prüfen, wie das Programm zur Milderung sozialer Ungleichheit beitragen kann.
 

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