„Lebendiges Netzwerk. Gemeinsam gestalten.“: die Jahresveranstaltung in München

Am 10. und 11. Mai 2017 fand die siebte Jahresveranstaltung des Deutschlandstipendiums statt. In diesem Jahr lud das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Gäste in die bayerische Landeshauptstadt ein und begrüßte sie gemeinsam mit der Technischen Universität München (TUM). Studierende, Förderer sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Politik tauschten sich darüber aus, wie sie das Deutschlandstipendium für eine nachhaltige Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft nutzen.

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka bei der Jahresveranstaltung 2017 | © offenblen.de/Robert BergemannAuf der Plenumsveranstaltung am 11. Mai verdeutlichten Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, der bayerische Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle und Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann, Präsident der Technischen Universität München, in ihren Eröffnungsreden, dass eine stärkere Verzahnung mit Förderern und zivilgesellschaftlichen Akteuren dazu beitragen kann, die Stipendienkultur noch fester zu verankern. An zahlreichen Hochschulstandorten seien bereits lebendige Netzwerke entstanden, die eindrucksvoll beweisen, dass das Stipendienprogramm seit seiner Einführung im Jahr 2011 viel in der deutschen Hochschullandschaft bewirkt hat. Getreu dem Motto der Jahresveranstaltung: „Lebendiges Netzwerk. Gemeinsam gestalten.“

Ein Stipendienprogramm, viele Netzwerkmöglichkeiten

Vertiefte Einblicke aus der Praxis gab es in zwei anschließenden Talkrunden: Die Deutschlandstipendiatinnen Sybille Veit, Medizinstudentin an der Ludwig-Maximilians-Universität München, und Bianca Monzer, Studierende der Ingenieurwissenschaften an der TUM, berichteten, welche Möglichkeiten ihnen das Netzwerk Deutschlandstipendium eröffnet hat. Ebenfalls mit dabei: die ehemaligen Deutschlandstipendiaten Manouchehr Shamsrizi, heute Start-up-Gründer, und Oliver Wiese, der inzwischen zusammen mit anderen Alumni einen Verein gegründet hat. Beide erläuterten, wie sie von den Kontakten durch das Deutschlandstipendium profitiert haben. Der eine entwickelte als Deutschlandstipendiat seine Businessidee, der andere stiftet über seinen Verein inzwischen selbst ein Deutschlandstipendium. Dieses Beispiel zeigt, dass ehemalige Geförderte heute bereits selbst zu Förderern geworden sind und mit dem Deutschlandstipendium nun ihrerseits Verantwortung für talentierte Studierende übernehmen.

Vielfältige Gelegenheiten für Austausch und Vernetzung | © offenblen.de/Robert BergemannÜber Voraussetzungen und Herausforderungen für den erfolgreichen Aufbau eines tragfähigen Netzwerks aus der Perspektive von Hochschulen und Förderern diskutierten anschließend Prof. Dr. Carola Jungwirth, Präsidentin der Universität Passau, Prof. Dr. Ralph Sonntag, Prorektor für Lehre und Studium der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, Maria Thon, Geschäftsführerin der BayWa Stiftung sowie Prof. Dr. Erhard Mielenhausen, Rotary Distrikt 1850. Ihr Fazit: Das Deutschlandstipendium bietet viele Anknüpfungspunkte, um sich in der Region erfolgreich zu vernetzen.

 Kreative Vernetzungskonzepte ausgezeichnet

Die Gewinner des Wettbewerbs "Engagement gewinnen, Vernetzung gestalten" | © offenblen.de/Robert BergemannEinen weiteren Höhepunkt der Veranstaltung bildete die Preisverleihung im Rahmen des diesjährigen Wettbewerbs „Engagement gewinnen, Vernetzung gestalten” des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Die mit jeweils 10.000 Euro dotierten Preise gingen an die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, die Stiftung Universität Hildesheim sowie den Berliner MINT-Verbund bestehend aus drei Universitäten und drei Fachhochschulen: Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Universität Berlin, Beuth Hochschule für Technik Berlin sowie die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Die Hochschulen überzeugten die Wettbewerbsjury mit ihren kreativen Konzepten zur Gewinnung neuer Förderer und ihren Ideen zur Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.

Fachtag für Fundraising- und Programmverantwortliche

Workshops und Diskussionen auf dem Fachtag | © offenblen.de/Robert BergemannBereits am Vortag verbrachten die Fundraising- und Programmverantwortlichen der am Deutschlandstipendium beteiligten Hochschulen einen gemeinsamen Fachtag. Damit kam das BMBF dem vielfach geäußerten Wunsch nach einem verstärkten Austausch nach. Auf dem Programm standen Workshops zu den Themen Fördererakquise und Netzwerken sowie eine Diskussionsrunde mit Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, und TUM-Präsident Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann. Impulse und Anregungen erhielten die Teilnehmenden durch die Beispiele guter Praxis aus der Begleitforschung zum Deutschlandstipendium. Diese belegen, dass das Deutschlandstipendium an vielen Hochschulen längst fester Bestandteil des Förderkonzepts ist und bei der Umsetzung verschiedene Herangehensweisen zum Erfolg führen.

Rund um den Fachtag fand zudem ein von der TUM organisiertes Stipendiatentreffen statt. Die anwesenden Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten verschiedener Hochschulen aus ganz Deutschland nutzten die Gelegenheit, um sich über ihr ehrenamtliches Engagement und vielfältige Netzwerkmöglichkeiten auszutauschen. Bereits im Vorfeld entworfene Plakate, auf denen die Studierenden ihre vielfältigen Initiativen, Projekte und Aktivitäten vorstellten, dienten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern als Impuls für lebendige Gespräche und als Anregung zur weiteren Ausgestaltung der eigenen Formate.