„Wer Nachhaltigkeit lebt, der denkt an die Zukunft“

Die Miele & Cie. KG stellt sich in vielen Unternehmensbereichen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und engagiert sich mit der Förderung des Deutschlandstipendiums für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Im Interview berichtet Dr. Markus Miele, Geschäftsführender Gesellschafter, warum auch andere Unternehmen das Deutschlandstipendium in ihrer Corporate Social Responsibility-Strategie berücksichtigen sollten.

Dr. Markus Miele, Geschäftsführender Gesellschafter der Miele Gruppe | © Miele

Corporate Social Responsibility (CSR) spielt für Unternehmen in vielen Bereichen eine Rolle. Auf welche Kernthemen legt die Miele & Cie. KG ihren Schwerpunkt?

Für Miele als Hersteller von Elektrogeräten spielen natürlich Produktentwicklung und Produktion eine zentrale Rolle. Nicht weniger wichtig sind aber eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur, Fairness beim Umgang mit Lieferanten und Vertriebspartnern sowie hohe Umwelt- und Sozialstandards in der Lieferkette. Der CSR-Gedanke zieht sich bei uns durch alle Bereiche.

Wie wesentlich ist für Miele das Engagement im gesellschaftlichen Bereich?

Das gesellschaftliche Engagement ist eine weitere starke Säule, wobei sich Miele hier in erster Linie auf die Region Gütersloh konzentriert. Inhaltlich geht es vorwiegend um die Bereiche Jugend, Familie, Bildung und Kultur. Ein weiteres wichtiges Ziel ist, junge Menschen für Technik zu begeistern.

Was hat Miele dazu motiviert, sich als Förderer des Deutschlandstipendiums für talentierte Studierende zu engagieren?

Auch hier geht es uns darum, den technischen und naturwissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Hochqualifizierte junge Leute werden immer knapper – was nicht nur für innovationsgetriebene Unternehmen wie Miele eine zunehmende Herausforderung darstellt, sondern für den Industriestandort Deutschland insgesamt. Im Deutschlandstipendium sind wir unter anderem über den Studienfonds OWL engagiert, der im vergangenen Jahr 10-jähriges Bestehen gefeiert hat, und Miele ist von Anfang an dabei. Hinzu kommen Stipendiaten an der RWTH Aachen, der TU Darmstadt und der TU Braunschweig. Aktuell unterstützen wir 26 Studierende insgesamt, darunter neun Frauen.

Die Hälfte der monatlichen Förderung in Höhe von 300 € trägt der Bund. Welche Bedeutung hat diese Aufteilung aus Sicht von Miele?

Es ist ein wichtiges Signal mit Blick auf die gemeinsame Verantwortung von Staat und Wirtschaft für die Sicherung unseres Bedarfs an hochqualifiziertem Nachwuchs. Im weltweiten Wettbewerb zählt exzellentes technisches Know-how zu unseren wichtigsten Ressourcen. Hinzu kommt, dass Deutschland, wie die meisten anderen Industrieländer, mit den Folgen der demografischen Entwicklung zu kämpfen hat.

CSR kann entscheidend zum Erfolg eines Unternehmens beitragen. Wie profitiert Miele selbst von seinem Engagement?

Nachhaltige Werte und nachhaltiges Handeln prägen unser Bild in der Öffentlichkeit und fördern die Loyalität der Belegschaft. Auch unsere Kunden honorieren das. Außerdem beinhaltet nachhaltige Unternehmensführung für uns, Investitionen nur mit eigenem Geld zu bezahlen. Und auch damit ist Miele in den letzten 119 Jahren nicht schlecht gefahren.


Warum sollten auch andere Unternehmen das Deutschlandstipendium als mögliche CSR-Maßnahme berücksichtigen?

Aus den gleichen Gründen, aus denen sich auch Miele hier engagiert. Aus meiner Sicht ist dieses Projekt ein großer Erfolg, der sich hoffentlich weiter fortsetzt, mit noch mehr Förderern und noch mehr Stipendiaten. Wer Nachhaltigkeit lebt, der denkt an die Zukunft; und was ist besser, als in die Menschen zu investieren, die diese Zukunft mit uns gestalten werden?