„Der direkte Kontakt zu meinem Förderer ist ideal“

Deutschlandstipendiatin Sabrina Huth und ihr Förderer Uwe Joas von der Karlsruher Fiducia IT AG*, einem Dienstleister für Informationstechnologie, sind nicht nur Stipendiatin und Förderer, sie begegnen sich auch im beruflichen Alltag. Das Deutschlandstipendium und der Kontakt zueinander ist für beide in vielerlei Hinsicht ein Gewinn. 

IT verbindet: Deutschlandstipendiatin Sabrina Huth und Förderer Uwe Joas | © Andy Küchenmeister"Das war schon etwas ganz Besonderes für mich, im ersten Förderungsjahr ausgezeichnet zu werden und zu den besten Studierenden meiner Hochschule zu zählen“, erinnert sich Sabrina Huth heute. Die 24-Jährige studiert im Master Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Karlsruhe — Technik und Wirtschaft und gehörte zu den ersten Studierenden, an die ihre Hochschule das Deutschlandstipendium verlieh. Dabei war ihre Bewerbung eigentlich ein Zufall. Während ihres Bachelorstudiums informiert sie sich auf der Hochschulwebsite spontan über Finanzierungsmöglichkeiten und „stolpert“ dabei über das Deutschlandstipendium. Ihre Noten waren gut. „Aber bis dahin war ich nie auf die Idee gekommen, mich für ein Stipendium zu bewerben“, fügt sie hinzu. Inzwischen wird sie seit mehr als drei Jahren von der Fiducia AG gefördert und schreibt hier nun auch ihre Masterarbeit.

Erfolgsmodell für beide Seiten

Uwe Joas ist gerne in Bewegung. Ob beim Rennrad oder Ski fahren: Der HR-Business Partner der Fiducia IT AG geht in seiner Freizeit gern an die Grenzen und sucht die Herausforderung. „Beruflich ist es eigentlich ähnlich“, sagt der 47-Jährige. Gerade im IT-Bereich sei es wichtig, Neues zu entdecken und Gegebenheiten in Frage zu stellen, erklärt er. An der Arbeit mit jungen Studierenden schätzt er genau das: „Sie gehen unvoreingenommen an Sachverhalte heran und oftmals resultieren daraus faszinierende Ideen.“ Deshalb fördert die Fiducia IT AG Studierende wie Sabrina Huth. „Durch das Deutschlandstipendium vertiefen wir die bestehenden Kooperationen zu der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft und haben die Möglichkeit, mit den besten Studierenden in Kontakt zu kommen.“ Wissenschaft und Nachwuchs zu fördern und ein Stück Verantwortung zu übernehmen, ist ein weiteres Motiv. „Durch die Förderung können wir als Unternehmen etwas zurückgeben“, sagt Uwe Joas. Das Deutschlandstipendium sieht er als Erfolgsmodell für beide Seiten: „Wir helfen jungen Menschen, fungieren als Türöffner und profitieren von dem Austausch mit ihnen“, ergänzt er. 

Direkter Kontakt und praktische Erfahrungen 

Was Sabrina Huth das Deutschlandstudium bedeutet? Zeit und finanzielle Unterstützung. „Ich habe zwar BAföG bekommen, aber wahrscheinlich hätte ich nebenbei noch arbeiten müssen“, sagt sie. Die monatlich 300 Euro nutzt sie für Sprachkurse oder Fachliteratur. Das Mehr an Zeit investierte sie auch in ihre Arbeit als Tutorin. Genauso viel bedeutet Sabrina Huth der Kontakt zu Uwe Joas und der Fiducia IT AG. „Ich habe direkten Kontakt zu meinem Förderer“, sagt sie und ergänzt: „In meinem Fall ist das ideal, da die Fiducia zu mir, meiner Ausbildung als Bankkauffrau und meinem Studium passt.“ Deshalb hat Sabrina Huth auch schon jede Menge praktische Erfahrung im Unternehmen sammeln können. Als Praktikantin, Werkstudentin, während ihrer Bachelorarbeit oder auch jetzt im Rahmen ihrer Masterarbeit. 

Uwe Joas hat sie auf der Stipendienvergabefeier kennengelernt. „Wir sind sofort ins Gespräch gekommen und haben uns ausgetauscht“, sagt Sabrina Huth. Das tun sie auch heute noch regelmäßig. Uwe Joas ergänzt: „Außerdem laufen wir uns auch schon mal in der Kantine über den Weg“. 

*Aufgrund einer Fusion mit der GAD eG firmiert die Fiducia IT AG ab 1. Juli 2015 als „Fiducia & GAD IT AG“.