Neue Obergrenze für zusätzliche Stipendien

Das im August 2012 eingeführte Verteilverfahren sorgt dafür, dass noch mehr Studierende vom Deutschlandstipendium profitieren können: Hochschulen können in ihrem jeweiligen Bundesland nicht abgerufene Fördermittel nutzen, um über die Höchstförderquote hinaus Stipendien zu vergeben. Seit September 2013 gilt hierfür die neue Obergrenze von 2 Prozent.

Personen auf einem Platz von oben gesehenDamit möglichst viele Studierende vom Deutschlandstipendium profitieren: Das BMBF hat eine Regelung in Kraft gesetzt, bei der die Bundesmittel mehr Stipendiatinnen und Stipendiaten zugutekommen. Foto: © BMBF 2013Damit möglichst viele Studierende vom Deutschlandstipendium profitieren, sorgt seit August 2012 ein Verfahren zur Umverteilung nicht genutzter Stipendienkontingente. Damit kommen die durch den Bund bereit gestellten Mittel seit dem Wintersemester 2012/2013 noch mehr Stipendiatinnen und Stipendiaten zugute.

Zahlreiche Hochschulen schöpfen ihre Förderhöchstquote schnell aus – weitere Förderer müssen auf das nächste Semester vertröstet werden. Umgekehrt gibt es Hochschulen, die nur einen Teil ihrer Deutschlandstipendien vergeben können. Mit der Regelung zur Umverteilung sorgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung für Ausgleich:Werden an einer Hochschule nicht alle ihr zustehenden Stipendien vergeben, können mit den dafür vorgesehenen Bundesmitteln andere Hochschulen im selben Bundesland über die jeweils geltende Förderhöchstquote hinaus fördern. Seit September 2013 liegt die Obergrenze für die Umverteilung der Mittel bei 2 Prozent der Studierenden einer Hochschule.

Wichtig: Hochschulen, die das Kontingent von 1,5 Prozent ihrer Studierenden ausgeschöpft haben, können auch im Wintersemester 2014/15 und im Sommersemester 2015 in ihrem Bundesland frei gewordene Bundesmittel durch die zuständigen Landesbehörden erhalten. So können sie bis zu 2 Prozent ihrer Studierenden fördern. Wenn an einzelnen Hochschulen (einschließlich möglicher Umverteilung) die Zahl der 2014 maximal zu vergebenden Stipendien niedriger liegt als die bereits im Vorjahr ausgeschöpften Kontingente, bleiben bereits vergebene Stipendien bestehen.

So funktioniert’s

Die Hochschulen informieren die zuständige Landesbehörde entsprechend deren Vorgaben über die von privaten Förderern zugesagten Gelder und die Ausschöpfung ihres jeweiligen Kontingents. Die nicht abgerufenen Bundesmittel werden anschließend nach Bedarf an andere Hochschulen innerhalb des Bundeslandes verteilt. Dabei orientiert sich die Landesbehörde an der Studierendenzahl der begünstigten Hochschulen. Für eine Hochschule mit insgesamt 20.000 Studierenden bedeutet das, dass 2014/2015 noch bis zu 100 weitere Studierende unterstützt werden können.