Mehr Spielräume für die Umverteilung

Das im August 2012 eingeführte Verteilverfahren sorgt dafür, dass noch mehr Studierende vom Deutschlandstipendium profitieren können: Hochschulen können in ihrem jeweiligen Bundesland nicht abgerufene Fördermittel nutzen, um über die Höchstförderquote hinaus Stipendien zu vergeben. Seit Juli 2015 gilt hierfür die gesetzlich vorgesehene Höchstgrenze von acht Prozent je Hochschule.

Zahlreiche Hochschulen schöpfen ihre Förderhöchstquote schnell aus – weitere Förderer müssen auf das nächste Semester vertröstet werden. Umgekehrt gibt es Hochschulen, die nur einen Teil ihrer Deutschlandstipendien vergeben können.

Damit möglichst viele Studierende vom Deutschlandstipendium profitieren: Das BMBF hat eine Regelung in Kraft gesetzt, bei der die Bundesmittel mehr Stipendiatinnen und Stipendiaten zugutekommen. Foto: © BMBF 2013Mit der Regelung zur Umverteilung sorgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung für Ausgleich: Werden an einer Hochschule nicht alle ihr zustehenden Stipendien vergeben, können mit den dafür vorgesehenen Bundesmitteln andere Hochschulen im selben Bundesland über die jeweils geltende Förderhöchstquote hinaus fördern. Seit September 2013 liegt die Obergrenze für die Umverteilung der Mittel bei 2 Prozent der Studierenden einer Hochschule. Rechtzeitig vor dem Beginn des Wintersemesters 2015/16 wurde sie auf die gesetzlich vorgesehene Höchstgrenze von acht Prozent je Hochschule angehoben.

Wichtig:
Wenn an einzelnen Hochschulen (einschließlich möglicher Umverteilung) die Zahl der im Folgejahr maximal zu vergebenden Stipendien niedriger liegt als die bereits im Vorjahr ausgeschöpften Kontingente, bleiben bereits vergebene Stipendien bestehen.

So funktioniert’s

Die Hochschulen informieren die zuständige Landesbehörde entsprechend deren Vorgaben über die von privaten Förderern zugesagten Gelder und die Ausschöpfung ihres jeweiligen Kontingents. Die nicht abgerufenen Bundesmittel werden anschließend nach Bedarf an andere Hochschulen innerhalb des Bundeslandes verteilt. Dabei orientiert sich die Landesbehörde an der Studierendenzahl der begünstigten Hochschulen.