Zahlen und Fakten: das Deutschlandstipendium

Das Deutschlandstipendium steht für Spitzenförderung mit breitem Ansatz. Der Grundgedanke: eine einkommensunabhängige Förderung. Im Mittelpunkt stehen hervorragende Leistungen, gesellschaftliches Engagement und persönliche Lebensumstände, wie die Überwindung von Hürden in der Bildungsbiografie. 22.500 Studierende wurden im Jahr 2014 mit einem Deutschlandstipendium gefördert. Damit hat sich das zum Sommersemester 2011 eingeführte Stipendienprogramm inzwischen fest in der Hochschullandschaft etabliert.

Bildungserfolg stiften

Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten im Monat 300 Euro: jeweils 150 Euro vom Bund und 150 Euro von privaten Förderern. Für die Einwerbung der Mittel aus privater Hand zeichnen die Hochschulen verantwortlich, die die Stipendien nach einem individuellen Auswahlverfahren vergeben. Die Dauer der Förderung umfasst mindestens zwei Semester und maximal die Regelstudienzeit.

 

Zahl der Stipendiaten stetig gestiegen

2014 erhielten 22.503 Studierende ein Deutschlandstipendium. Damit hat sich die Zahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten seit Einführung stetig erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl der Stipendien um 14 Prozent.

Im Jahr 2014 waren laut Statistischem Bundesamt 48 Prozent (10.803) der Geförderten Frauen und 7,5 Prozent (1.679) ausländische Staatsangehörige. 21 Prozent (4.710) der Stipendiatinnen und Stipendiaten erhielten das Deutschlandstipendium zusätzlich zum BAföG. 

Infografik: Das Deutschlandstipendium: Entwicklung und Verteilung (Download, JPG, 1,9 MB)

Drei von vier Hochschulen machen mit

Etwa drei Viertel aller teilnahmeberechtigten Hochschulen in Deutschland beteiligten sich 2014 am Deutschlandstipendium. Damit haben insgesamt bundesweit rund 90 Prozent aller Studierenden die Möglichkeit, sich an ihrer Hochschule für das Spitzenförder-Programm zu bewerben.

Seit Beginn des Programms warben die Hochschulen private Fördermittel in Höhe von rund 61,5 Millionen Euro ein. Allein im Jahr 2014 haben die Hochschulen 24 Millionen Euro in Form von Stipendien an die Studierenden weitergegeben.

Der Anteil der mit einem Deutschlandstipendium Geförderten betrug 0,84 Prozent der Studierenden. 

Die meisten Deutschlandstipendien wurden in Nordrhein-Westfalen vergeben (6.545), gefolgt von Bayern (3.317), Baden-Württemberg (2.991), Hessen (2.200), Niedersachsen (2.012) und Sachsen (1.196).

Die Höchstförderquote beträgt seit August 2013 1,5 Prozent der Studierenden je Hochschule. Die Hochschulen können auch über die Höchstförderquote hinaus Stipendien vergeben, wenn sie entsprechende Mittel eingeworben haben und noch freie Bundesmittel zur Verfügung stehen, die andere Hochschulen im gleichen Bundesland nicht ausgeschöpft haben. Das BMBF unterstützt die Hochschulen beim Fundraising mit einer Akquisekostenpauschale (7 Prozent der maximal einzuwerbenden Mittel). 

Infografik: Das Deutschlandstipendium: Verbreitung (Download, JPG, 2,1 MB)Außerdem erhalten die Hochschulen eine einheitliche Softwarelösung, um die Bewerbungen von Studierenden online bequem verwalten zu können.

Unter den Hochschulen finden sich größere Universitäten genauso wie kleinere Fachhochschulen. Der Erfolg ist nicht nur in wirtschaftlichen Ballungsräumen zu Hause: Auch Hochschulen in strukturschwachen Gebieten in Ost wie West haben ihre Netzwerke aktiviert und schöpfen die Förderquote voll aus.

Viele Unterstützer, ein Ziel

Zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen sowie große Konzerne engagieren sich für das Deutschlandstipendium. Ebenso beteiligen sich Privatpersonen, private Stiftungen, Alumni-Netzwerke, Nichtregierungsorganisationen und kirchliche Einrichtungen. Sie können sich erstmals mit vergleichsweise geringem finanziellen Aufwand an der Spitzenförderung an deutschen Hochschulen beteiligen.

Die Vorteile für Förderer liegen auf der Hand: 

Infografik: Das Deutschlandstipendium: Förderquote (Download, JPG, 1,5 MB)Förderer unterstützen die Ausbildung herausragender Fachkräfte und Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des wissensbasierten Wirtschaftsstandortes Deutschland.

Unternehmen haben im Deutschlandstipendium eine Chance erkannt, frühzeitig potenzielle Nachwuchskräfte für sich zu begeistern. Zugleich stärken sie mit ihrem Engagement die Reputation ihrer Region, und sie vernetzen sich untereinander.

Förderer nehmen am Hochschulleben teil, zum Beispiel an Veranstaltungen, und sie werden Teil des lokalen Netzwerks der Hochschule – ein Austausch, der beiden Seiten zugutekommt.

 Hochschulen ermöglichen den Förderern, die Stipendiatinnen und Stipendiaten zum Beispiel bei Stipendiatentreffen kennenzulernen und talentierte Nachwuchskräfte direkt anzusprechen. Neben der finanziellen Förderung ist so auch auf Wunsch eine ideelle Unterstützung möglich, zum Beispiel ein Erfahrungsaustausch bzw. die Weitergabe von Wissen.

Das Bilanzpapier zum Deutschlandstipendium für das Jahr 2014 (barrierefrei) steht hier zum Download bereit.Weitere Infografiken finden Sie unter diesem Link im Downloadbereich der WebsiteZahlen und Fakten zum Thema Studium und Begabtenförderung haben wir für Sie unter diesem Link aufbereitet.