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"Eine klare Chance für Fundraiser"
Wenn es um die Einwerbung von Drittmitteln geht, weiß Patrick Roy, wovon er spricht. Bei der actori GmbH berät er Bildungsinstitutionen zum Thema Fundraising. Sein Unternehmen hat zahlreiche Hochschulmitarbeiter in Sachen Deutschlandstipendium fit gemacht.
Dr. Patrick Roy, Partner und Prokurist der actori GmbHHerr Dr. Roy, wie ist Ihr Eindruck nach zahlreichen Schulungen zum Deutschlandstipendium? Sind größere Hochschulen besser aufgestellt beim Fundraising?
Das lässt sich so pauschal nicht bejahen: Denn es gibt große, staatliche Universitäten, die sich des Themas überhaupt noch nicht angenommen haben. Und es gibt Fachhochschulen, die sich schon seit Jahren mit der Partneransprache und -gewinnung beschäftigen. Mit der Größe der Hochschule hat das nichts zu tun, sondern vielmehr mit der Einsicht für die Wichtigkeit von Fundraising. Das Thema steht und fällt mit einem klaren Bekenntnis der Hochschulleitung.
Bei Ihren Schulungen legen Sie großen Wert darauf, dass sich die Hochschulmitarbeiter untereinander über Probleme und Erfahrungen austauschen. Sehen diese sich nicht gegenseitig als Konkurrenz an und behalten ihre Erfolgsrezepte lieber für sich?
Nein, im Gegenteil. Die besten Lösungen und Ideen wurden heiß diskutiert. Man bekam eher den Eindruck, dass Fundraiser eine eingeschworene Gemeinde sind. Man hilft sich gegenseitig und gönnt dem anderen den Erfolg.
Welche Empfehlungen geben Sie den Hochschulmitarbeitern in den Schulungen mit auf den Weg?
Ich sage ihnen, dass es im Fundraising kein Richtig oder Falsch gibt. Wichtig ist, dass das Fundraising trotz guter Beispiele von anderen Hochschulen ganz individuell aufgebaut wird. Es muss zur Hochschule, zur Region und zur Struktur der Förderer passen. Ein starkes Netzwerk für seine Hochschule aufzubauen, erfordert natürlich eine Menge Motivation und Spaß an der Sache. Zudem sind eine schlagkräftige organisatorische Verankerung des Fundraisings und die bereits angesprochene Unterstützung der Hochschulleitung wichtig.
Sehen Sie im Deutschlandstipendium eher eine Chance oder eine zusätzliche Belastung für die Fundraiser?
Ganz klar eine Chance! Das Angebot ist auch für Zielgruppen attraktiv, die mit Hochschulförderung bisher nichts am Hut gehabt haben. Der geringe Beitrag und der persönliche Kontakt zu talentierten Studierenden eröffnet für alle Beteiligten ganz neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. So sind erste Kontakte schnell geknüpft. Mit dem Deutschlandstipendium haben die Hochschulen bei potenziellen Kooperationspartnern schon einmal einen Fuß in der Tür.
Über Dr. Patrick Roy
Dr. Patrick Roy ist Partner der actori GmbH und Experte in der Einwerbung von Drittmitteln. Seit vielen Jahren berät er Hochschulen beim Aufbau von Fundraising-Strukturen. In den vergangenen Monaten hat sein Strategieberatungsunternehmen im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mehr als 200 Hochschulmitarbeiter im Fundraising weitergebildet.
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