Das Deutschlandstipendium: Gelebte Solidarität zwischen Generationen

Das Deutschlandstipendium nimmt Fahrt auf: Immer mehr private Förderer (Unternehmen, Stiftungen, Alumni) unterstützen das bundesweite Stipendienprogramm. Es legt den Grundstein für eine neue Stipendienkultur in Deutschland, schafft Anreize für Spitzenleistungen, begegnet dem drohenden Fachkräftemangel im akademischen Bereich und bietet dabei neue Chancen für alle Beteiligten.

Mit 300 Euro monatlich fördert das Deutschlandstipendium begabte und leistungsstarke Studierende. 150 Euro kommen aus privater Hand. Der Bund legt noch einmal 150 Euro drauf und verdoppelt damit den Förderbeitrag jedes Stifters. Das erleichtert es gerade kleineren Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen, sich für Bildung und Fachkräftenachwuchs zu engagieren und macht es für Alumni besonders attraktiv. Mehrere Spender können auch gemeinsam ein Stipendium stiften.

Dass die Motivation von Alumni und das Deutschlandstipendium gut zusammenpassen, davon ist auch Christian Kramberg, Vorsitzender des Dachverbandes von Alumni-Organisationen, alumni-clubs.net e. V., überzeugt: "Mit der Alumni-Arbeit können wir erfolgreich an einer breiteren Förderkultur mitwirken. Im Gegenzug profitiert auch unser Anliegen von der Einführung des Deutschlandstipendiums, denn die Hochschulen, die noch nicht aktiv sind, organisieren den überfälligen Einstieg in die Alumni-Pflege."

Deutschlandstipendium bringt Studierende, Förderer und Hochschulen zusammen

Förderer und Studierende der Universität Würzburg tauschen sich aus – das Deutschlandstipendium bringt sie zusammen.Förderer und Studierende der Universität Würzburg tauschen sich aus – das Deutschlandstipendium bringt sie zusammen.Das neue Stipendienprogramm regt den Austausch zwischen Hochschulen, Förderern und Studierenden an: Hochschulen stärken ihr regionales Netzwerk und profilieren sich im Wettbewerb um begabte Studierende. Förderer knüpfen Kontakte zu leistungsfähigem Nachwuchs und geben etwas von dem zurück, das sie selbst an Unterstützung bekommen haben. Studierende erhalten Ansporn zu Spitzenleistungen und knüpfen bereits frühzeitig Kontakte in die Berufs- und Wirtschaftswelt. Das stärkt die Hochschulgemeinschaft und die Region. Darüber hinaus leistet das Engagement beim Deutschlandstipendium einen wichtigen Beitrag gegen den drohenden Fachkräftemangel. "Jetzt gilt es, in der breiten Bevölkerung noch mehr Interesse zu schaffen und die Bereitschaft zur Mitwirkung zu fördern. Viele potenzielle Förderer denken, dass die Unterstützung und Finanzierung der Hochschullandschaft allein Aufgabe des Staates ist", sagt Kramberg.

Förderer bestimmen bei der Mittelvergabe mit

Das Prinzip ist einfach: Förderer entscheiden sich für eine Hochschule, an der das Stipendium vergeben werden soll. Darüber hinaus können sie den Fachbereich und das Studienfach bestimmen. Neben guten Noten werden bei der Vergabe auch gesellschaftliches Engagement und besondere persönliche Leistungen berücksichtigt, beispielsweise die erfolgreiche Überwindung von Hürden in der eigenen Bildungsbiografie. Eine Art des Förderns, von der alle Seiten profitieren, findet auch Laura Wirtz, Vorsitzende von Frankfurt School Alumni e. V.: "Wir freuen uns, dass wir etwas an unsere Hochschulgemeinschaft zurückgeben können. Das Deutschlandstipendium ergänzt unsere bisherigen Fördermaßnahmen um eine wertvolle Dimension."

Servicezentrum gibt Auskunft

Wer sich für eine Förderung mit dem Deutschlandstipendium interessiert, erhält dazu Beratung beim Servicezentrum Deutschlandstipendium des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft: www.servicezentrum-deutschlandstipendium.de

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